Das Weingeschichte-Quiz

Alles über die Kultur und Geschichte des Weines

Bild: Doris Schneider, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANY / CC BY-SA 4.0

Teaser für das Geschichte-Quiz zum Thema Das Weingeschichte-Quiz

Wein trinken können die meisten. Aber kennst du dich auch mit der Kultur und Tradition des Weinbaus aus? Beweise dein Können mit den folgenden 10 Fragen.

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Frage x von y

Vielseitig einsetzbar

Vielseitig einsetzbar: Fässer im Cabinetkeller in der ehemaligen Fraternei des Klosters Eberbach. Das Kloster war über Jahrhunderte einer der größten Winzerbetriebe in Deutschland. Heute ist es Sitz der Hessischen Staatsweingüter GmbH. <span class="copyright">Bild: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">Oliver Abels / CC BY-SA 3.0</span></a>
Fässer im Cabinetkeller in der ehemaligen Fraternei des Klosters Eberbach. Das Kloster war über Jahrhunderte einer der größten Winzerbetriebe in Deutschland. Heute ist es Sitz der Hessischen Staatsweingüter GmbH. Bild: Oliver Abels / CC BY-SA 3.0

Wofür wurde Wein in der Frühen Neuzeit nicht genutzt?

  • Unkrautvernichter
  • Tierkastration
  • Zahlungsmittel

Lösung: Unkrautvernichter

Alte Berufe

Alte Berufe: Einer der wohl bekanntesten Namensträger dieses historischen Berufs. <span class="copyright">Bild: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">Eastfrisian / CC BY-SA 3.0</span></a>
Einer der wohl bekanntesten Namensträger dieses historischen Berufs. Bild: Eastfrisian / CC BY-SA 3.0

Der Weinbau und Weinhandel brachte viele verschiedene Berufe hervor, die heute noch in Nachnamen erhalten sind. Hierzu gehören die sogenannten Schröter. Was war deren Hauptaufgabe?

  • Herstellung von Fässern
  • Eichen von Fässern
  • Transport von Fässern

Lösung: Transport von Fässern

Reinheitsgebot

Reinheitsgebot: Schwefel in Gips, Gipsgrube Weenzen. <span class="copyright">Bild: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">Koelle in der Wikipedia auf Deutsch / CC BY-SA 3.0</span></a>
Schwefel in Gips, Gipsgrube Weenzen. Bild: Koelle in der Wikipedia auf Deutsch / CC BY-SA 3.0

Das älteste Lebensmittelgesetz ist nicht, wie oft behauptet, das Reinheitsgebot für Bier (1516). Auf dem Reichskonvent in Rothenburg im Jahr 1487 bestimmte Friedrich III., dass Trauben ohne Zusätze gekeltert werden und in unbehandelten Fässern gelagert werden müssen. Die Beschlüsse wurden 1498 durch seinen Nachfolger Maximilian I. auf dem Reichstag in Freiburg fast wortgleich wiederholt. Die einzige Ausnahme galt für geringe Mengen an Schwefel, der die Haltbarkeit verbessert.
Bis wann wurde/wird Schwefel als Zusatzstoff für Wein genutzt?

  • bis 1955
  • bis 1926
  • bis heute

Lösung: bis heute

Die Spätlese

Die Spätlese: Monument des sagenhaften Spätlesereiters auf Schloss Johannisberg im Rheingau. <span class="copyright">Bild: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode" target="_blank">Gabriele Delhey / CC BY-SA 3.0</span></a>
Monument des sagenhaften Spätlesereiters auf Schloss Johannisberg im Rheingau. Bild: Gabriele Delhey / CC BY-SA 3.0

Heute ist "Spätlese" ein Prädikat für Qualitätsweine (besser als Kabinett und schlechter als Auslese). Zur Geschichte: Einer lokalen Sage zufolge wurde 1775 im Schloss Johannisberg im Rheingau die Spätlese entdeckt, als der Spätlesereiter nicht rechtzeitig aus Fulda mit der Anweisung für die Ernte zurückkehrte. Die Praxis ist jedoch bereits älter. Was war, abgesehen vom Datum, das Neuartige und Besondere bei dieser späten Lese, das die Qualität so herausragend machte?

  • Eiskalte Temperatur
  • Nachts geerntet
  • Schimmel auf Trauben

Lösung: Schimmel auf Trauben

Waren früher alle betrunken?

Waren früher alle betrunken?: Dieses „Weinschiff“ aus Stein war Aufsatz eines römischen Grabdenkmals und befindet sich heute im Landesmuseum Trier. <span class="copyright">Bild: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">© Rheinisches Landesmuseum Trier / CC BY-SA 3.0</span></a>
Dieses „Weinschiff“ aus Stein war Aufsatz eines römischen Grabdenkmals und befindet sich heute im Landesmuseum Trier. Bild: © Rheinisches Landesmuseum Trier / CC BY-SA 3.0

Wein war bis weit ins 19. Jahrhundert nicht selten Teil des Arbeitslohns. Bereits die römischen Legionäre erhielten abhängig von ihrem militärischen Rang bis zu einem sextarius täglich. Wie viel war das in etwa?

  • 1 Liter
  • 0,5 Liter
  • 0,2 Liter

Lösung: 0,5 Liter

Weinfeste

Weinfeste: Blick auf den Wurstmarkt im Jahr 2010 aus einer Gondel des Riesenrads heraus. Im Hintergrund ist neben dem Turm-Fahrgeschäft das Dürkheimer Riesenfass zu erkennen. <span class="copyright">Bild: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Wurstmarkt_10092010_6.JPG" target="_blank">Hetamin1000 / gemeinfrei</span></a>
Blick auf den Wurstmarkt im Jahr 2010 aus einer Gondel des Riesenrads heraus. Im Hintergrund ist neben dem Turm-Fahrgeschäft das Dürkheimer Riesenfass zu erkennen. Bild: Hetamin1000 / gemeinfrei

Der Wurstmarkt in Bad Dürkheim in der Pfalz ist das größte Weinfest der Welt. Eigentlich hieß er früher Michaelismarkt, wurde aber aufgrund des hohen Wurst- und Fleischverbrauchs seit der Mitte des 18. Jahrhundert als "Wurstmarkt" bezeichnet. Wie lange reicht die Tradition des Markts nachweislich zurück?

  • etwa 200 Jahre
  • genau 300 Jahre
  • mehr als 600 Jahre

Lösung: mehr als 600 Jahre

Hunnischer und fränkischer Wein

Hunnischer und fränkischer Wein: Der Weiße Heunisch ist unter über 200 Synonymen bekannt. Er ist einer der Urväter unserer Rebenvielfalt. Laut Genanalysen stammen 119 heutige Sorten vom Heunisch ab.  <span class="copyright">Bild: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" target="_blank">Doris Schneider, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANY / CC BY-SA 4.0 </span></a>
Der Weiße Heunisch ist unter über 200 Synonymen bekannt. Er ist einer der Urväter unserer Rebenvielfalt. Laut Genanalysen stammen 119 heutige Sorten vom Heunisch ab. Bild: Doris Schneider, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANY / CC BY-SA 4.0

Die Bezeichnungen frentscher bzw. fränkischer und heunischer bzw. hunnischer Wein waren etablierte Rebsortenbezeichnungen des Mittelalters. Die etymologische Bedeutung dieser Namen ist umstritten. Eine sprachliche Nähe zu den Völkern der Franken, der Hunnen oder eventuell der Ungarn wird diskutiert. Die Begriffe wurden insbesondere genutzt, um unterschiedliche Qualitäten zu unterscheiden. Die Sprachwissenschaftliche Deutung sei hier und heute für dieses Quiz egal, aber eine wichtige Frage bleibt: Welcher war der bessere?

  • fränkisch war besser
  • beide gleich gut
  • heunisch war besser

Lösung: fränkisch war besser

Gebinde

Gebinde: Der Römerwein in Speyer ist der älteste erhaltene Wein der Welt (um 325 n. Chr.). Die Glasflasche war damals jedoch eine Ausnahme. <span class="copyright">Bild: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" target="_blank">Altera levatur / CC BY-SA 4.0</span></a>
Der Römerwein in Speyer ist der älteste erhaltene Wein der Welt (um 325 n. Chr.). Die Glasflasche war damals jedoch eine Ausnahme. Bild: Altera levatur / CC BY-SA 4.0

Früher transportierte man kleinere Weinmengen in Schläuchen aus Tierhaut oder in Behältern aus Metall oder Keramik. Diese Gefäße waren oft mit Harz oder Pech behandelt. Erst durch die Erfindung der Glasflasche (und des Korkens) konnte der Weinkonsum und Geschmack in seiner heutigen Ausprägung entstehen. Wann kam der Verkauf von Wein in verkorkten Glasflaschen langsam auf?

  • 12. Jahrhundert
  • 18. Jahrhundert
  • 14. Jahrhundert

Lösung: 18. Jahrhundert

Liebfrauenmilch

Liebfrauenmilch: Sketch aus dem dänischen Magazin Ravnen aus dem Jahr 1901. <br/>
Gast: „Hören Sie, Herr Ober, eine Flasche Liebfrauenmilch für 40 Dänische Kronen, das ist doch teuer!“'– Ober: „Entschuldigen Sie, aber die Dame trinkt es immer, wenn sie hier diniert, und die anderen Herren haben sich noch nie über den Preis beklagt.“ <span class="copyright">Bild: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:GammelVane.jpg" target="_blank">Ravnen, Seite 44. / The J. / gemeinfrei</span></a>
Sketch aus dem dänischen Magazin Ravnen aus dem Jahr 1901.
Gast: „Hören Sie, Herr Ober, eine Flasche Liebfrauenmilch für 40 Dänische Kronen, das ist doch teuer!“'– Ober: „Entschuldigen Sie, aber die Dame trinkt es immer, wenn sie hier diniert, und die anderen Herren haben sich noch nie über den Preis beklagt.“ Bild: Ravnen, Seite 44. / The J. / gemeinfrei

Bei dieser Milch handelt es sich nicht um Molkereiprodukt, sondern um den Namen für einen süßen, rheinhessischen Weißwein. Der Name ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum echten Exportschlager. Ursprünglich bezeichnete Liebfrauenmilch allerdings nur den Wein einer bestimmten Stiftskirche. Wo befindet sich diese?

  • Mainz
  • Worms
  • Eltville

Lösung: Worms

Würz- und Kräuterwein

Würz- und Kräuterwein: Ausschnitt aus dem "hortus sanitatis" Garten der Gesundheit, ein lateinisches Kräuterbuch, das 1491 in Mainz von Jacob Meydenbach erstmals gedruckt wurde. <span class="copyright">Bild: <a href="http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00027846/image_484" target="_blank">MDZ / CC BY-NC-SA 4.0</span></a>
Ausschnitt aus dem "hortus sanitatis" Garten der Gesundheit, ein lateinisches Kräuterbuch, das 1491 in Mainz von Jacob Meydenbach erstmals gedruckt wurde. Bild: MDZ / CC BY-NC-SA 4.0

Es war bis in die Frühe Neuzeit nicht ungewöhnlich, Wein mit Kräutern und Gewürzen zu verfeinern. Viele damalige Zutaten klingen auch für moderne Gaumen noch lecker (z.B. Zitronen, Ingwer, Honig, Beeren, Schnaps, Zimt, Nelken sowie zahlreiche weitere Gewürze und Kräuter) - man denkt sofort an modernen Glühwein.

Andere Zugaben wirken heute hingegen befremdlich. Womit wurde Wein früher auch behandelt?

  • Bleiweiß, Asche, Hühnereier
  • Schnecken, Würmer, Eulenkrallen
  • Psalme auf Pergament

Lösung: Bleiweiß, Asche, Hühnereier

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Antworten: 1. Unkrautvernichter2. Transport von Fässern3. bis heute4. Schimmel auf Trauben5. 0,5 Liter6. mehr als 600 Jahre7. fränkisch war besser8. 18. Jahrhundert9. Worms10. Bleiweiß, Asche, Hühnereier